Startseite Download Registrieren Plugins Technischer Support Links
Autoren Screenshots Dokumentation FAQ Artikel Gästebuch
Russian English German Orphus System

Dokumentation für SyMon R3

  1. Lizenzvereinbarung
  2. Einführung
  3. Das Ziel dieses Projekts
  4. Installation von SyMon
  5. Allgemeine Beschreibung
  6. Partitionen Editor
  7. Setup Dialog
  8. Hauptmenü
  9. Partitionen Autosuche
  10. Beispiele
  11. Plugins
  12. Standard Plugin
  13. Appendix A. Codes von Dateisystemen


Lizenzvereinbarung für Symon Release 3

Copyright © 1998-2017 by Vladimir Dashevsky

Copyright © 1999-2000 by Daniel Smelov


Dieses Dokument stellt einen rechtlich bindenden Vertrag ("Lizenzvereinbarung") zwischen Ihnen (als natürliche Person oder als Organisation) und dem Entwickler dieser Software ("Autor") hinsichtlich des zusammen mit dieser Lizenzvereinbarung bereitgestellten Software-Paketes ("Software") dar und bezieht sich auch auf die gesamte begleitende Online-Dokumentation.

Mit dem Herunterladen, der Installation und der Benutzung dieser Software erkennen Sie die Bedingungen der folgenden Lizenzvereinbarung an, es sei denn, Sie haben eine andere Vereinbarung, die vom Autor unterzeichnet ist. Bitte lesen Sie diese Vereinbarung sorgfältig.

Wenn Sie sich mit den Bedingungen dieser Vereinbarung nicht einverstanden erklären, dürfen Sie die Software nicht herunterladen, installieren oder verwenden. Wenn Sie eine spezielle Lizenz benötigen, kontaktieren Sie bitte den Autor.

Diese Software ist kostenlos. Sie muss jedoch ab Release 3 beim Autor registriert werden. Ohne Registrierung handelt es sich bei der Software um eine Evaluierungsversion. Für die Evaluierungsversion beschränkt sich Ihre Nutzungserlaubnis auf einen Zeitraum von 40 Tagen vom Zeitpunkt der Installation, nach dem die Software einen Verzögerungsmechanismus (15 Sekunden) automatisch aktiviert. Die Software bleibt auch dann in Funktion, so dass Sie die Registrierungsprozedur beenden können. Die Registrierung von Release 3 kann auf der SyMon-Webseite, URL http://www.symon.ru durchgeführt werden.

Nach Ablauf des Evaluierungszeitraums dürfen Sie die Software nicht benutzen, sonst verletzen Sie die Urheberrechte und die internationalen Copyright-Rechte.

Sie können, ohne den Release 3 zu registrieren:

  • exakte Kopien dieser Evaluierungsversion persönlich an jede beliebige Person weitergeben, sofern dies nicht zu dem Zweck geschieht, die Evaluierungsfrist von 40 Tagen zu verlängern;
  • die Evaluierungsversion der Software und der Online-Dokumentation auf elektronischem Wege in unveränderter Form verbreiten; und
  • eine beliebige Anzahl exakter Kopien zum Zwecke der unter zwei oben genannten Punkten beschriebenen Weitergabe erstellen.

Es wird Ihnen hiermit ausdrücklich untersagt, für solche Kopien Gebühren zu erheben oder sonstige Gegenleistungen zu verlangen, unabhängig davon, wie die Kopien der Evaluierungsversion erstellt wurden. Ebenso ist es Ihnen nicht gestattet, die Software und/oder die Dokumentation zusammen mit anderen Produkten (kommerziell oder anderweitig) zu vertreiben, ohne dass Ihnen dazu vorher eine schriftliche Genehmigung erteilt wurde. Der Autor behält sich das Recht vor, die Distributionsbedingungen jederzeit ohne Angabe von Gründen zu ändern. Es ist Ihnen nicht erlaubt, die Software auf Datenträgern zu verbreiten, die illegale Inhalte, Seriennummern oder unlizenzierte kommerzielle Software enthalten.

Jedes Software-Paket hat ein offenes Plugin API. Plugins werden nicht mit der SyMon Software mitgeliefert, mit der Ausnahme des Standard Plugins. Plugins sind separate Produkte und fallen ggf. unter separate Lizenzen, die vom Autor des Plugins definiert werden.

DIE SOFTWARE WIRD ZUR VERFÜGUNG GESTELLT "WIE SIE IST", OHNE GARANTIE IRGENDEINER ART - WEDER AUSDRÜCKLICH NOCH IMPLIZIT. DAS GESAMTE RISIKO, DAS AUS DER VERWENDUNG DER SOFTWARE, DER MITGELIEFERTER DATEIEN ODER DER BEGLEITENDER SCHRIFTLICHER UNTERLAGEN ENTSTEHT, LIEGT BEIM BENUTZER.

ZUSÄTZLICH GILT ES ALS STRENG UNTERSAGT, DIE SOFTWARE IN APPLIKATIONEN ZU VERWENDEN, DIE BEI EINER FEHLFUNKTION DER SOFTWARE MENSCHENLEBEN GEFÄHRDEN ODER ERHEBLICHEN SACHSCHADEN VERURSACHEN KÖNNTEN. DIE NUTZUNG DIESER SOFTWARE GESCHIEHT AUF EIGENES RISIKO. JEGLICHER RECHTSWEG BLEIBT AUSGESCHLOSSEN.

Der Autor behält sich alle in dieser Lizenzvereinbarung nicht ausdrücklich gewährten Rechte vor. Jede andere Nutzung, Vervielfältigung, das Vermieten und Verleihen der Software sowie die Abänderung, Zurückentwicklung, Decompilierung oder Disassemblierung der Software ist nicht gestattet und verstößt gegen diese Lizenzvereinbarung.




Einführung.

Zuerst sollten einige Fachbegriffe beschrieben werden, damit alle Probleme klar werden, die eigentlich diese SyMon Software notwendig machen. Diese Beschreibung wollen wir mit der Festplatte anfangen.

Eine Festplatte, wie jedes andere block-organisierte Medium auch, speichert Informationen in einheitlichen Portionen, genannt Blocks. Ein Block ist die kleinste Informationsmenge auf Festplatte, die eine eigene Adresse besitzt. Der Datenaustausch mit der Festplatte basiert darauf, dass dem Kontroller der Festplatte eine Adresse des Blocks gegeben wird, der gelesen oder geschrieben werden soll. Die Größe eines Blocks ist mit der Zeit standardisiert worden und ist gleich für alle Festplatten - 512 Byte.

Schon auf den ersten Festplatten hat man Informationen in Sektoren gespeichert, auf jeden physikalischen Sektor ist dabei genau ein Block Information gekommen. Die Sektoren befinden sich auf Tracks (Zylindern), die Tracks ihrerseits auf den beiden Oberflächen der magnetischen Disk, so dass man jeden Sektor durch Angabe von 3 Parametern adressieren kann. Diese Adressierungsmethode war weit verbreitet und bekam die Abkürzung CHS (Cylinder, Head, Sector). Genau diese Methode wurde in den ersten BIOS realisiert, was später zu Problemen mit Speicherplatzadressierung führte. Durch BIOS wurde das Adressierungsraster so festgelegt: 63 Sektoren, 255 Tracks (Heads) und 1024 Zylinder. Die realen Festplatten benutzten jedoch lediglich 16 Tracks. So kam es zur ersten Einschränkung, was die Festplattenadressierung angeht: 1024*16*63*512=504MByte.

Natürlich ist im Laufe der Zeit diese Festplattenkapazität unzureichend geworden. Festplatten sind größer geworden, die Anzahl der Zylinder stieg über 1024, was damals die maximal mögliche Zylinderzahl war. Also hat man eine raffinierte Translationsmethode eingeführt, um diese Einschränkung umzugehen. Wie genau diese Methode funktioniert, siehe unten.

Alle Probleme, die BIOS in Zusammenhang mit physikalischer Festplattengeometrie hatte, führten zu einer neuen Blockadressierung auf der Festplatte. Diese neue Adressierung ist ziemlich einfach. Alle Blocks der Festplatte werden mit einem-einzigen Parameter beschrieben, der Lineare Blockadresse heißt. Die Abkürzung dafür ist LBA. Man kann die CHS-Adresse eindeutig in die LBA-Adresse mit folgender Formel umrechnen:

   LBA = (cyl*DRIVE_HEADS + head)*DRIVE_SECTORS + (sector-1);

Die Einführung der LBA-Unterstützung in die Festplatten-Kontroller ermöglichte eine Adressen-Translation im BIOS. Hier hat man die Tatsache ausgenutzt, dass aus möglichen 255 Tracks nur 16 benutzt wurden. Also hat man rein rechnerisch die Anzahl von Tracks erhöht und die Anzahl von Zylindern entsprechend reduziert. Diese Umrechnung ermöglichte es, das Adressierungsraster komplett zu benutzen. So konnte BIOS einen wesentlich größeren Bereich adressieren: bis zu 8 GByte.

Ein weiterer Anstieg von Festplattenkapazitäten ist mit dem alten BIOS-Interface unmöglich geworden. Also hat man ein neues, erweitertes BIOS-Interface entwickelt, welches sehr große Blockadressen verwalten konnte. Dieses neue Interface war aber mit dem alten nicht mehr kompatibel, und das ist der Grund, wieso alte Betriebssysteme wie DOS niemals über die 8 GByte-Grenze hinaus können, weil sie nur das alte Interface benutzen. Manche moderne Betriebssysteme benutzen BIOS nicht mehr, sondern haben ihre eigenen Treiber zum Arbeiten mit der Festplatte. Deswegen gilt diese Einschränkung für solche Systeme nicht mehr. Doch in der Startphase ist jedes System auf das BIOS angewiesen, um wenigstens eigene Treiber lesen zu können. So kommt es dazu, das manche Systeme hinter der 8 GByte-Grenze nicht gebootet werden können, doch sie können dort Informationen lesen und speichern.

Jetzt wollen wir die Organisation mehrerer Betriebssysteme auf einer Festplatte betrachten. Betriebssysteme, wie andere Daten auch, werden in logischen Bereichen einer Festplatte gespeichert, die man Partitionen nennt. Eine Partition ist der gesamten Festplatte sehr ähnlich, weil sie aus aufeinander folgenden Blocks besteht. Will man also eine Partition beschreiben, dann ist es ausreichend, die Adresse des Anfangs und die Länge der Partition in Blocks anzugeben.

Eine Partition stellt an sich einen Container dar, welcher ein Dateisystem enthält. Unter einem Dateisystem versteht man ein Markierungssystem, welches bestimmt, in welchen Blocks Benutzerdaten gespeichert werden können. Ein Dateisystem wird durch eine Formatierung erzeugt. Hat man eine Partition formatiert und in diese Partition Systemdateien kopiert, dann wird es möglich, diese Partition bootfähig zu machen. Eine bootfähige Partition hat in ihrem ersten Block ein kleines Programm, welches zum Booten des Betriebssystems nötig ist. Doch zum Booten des Betriebssystems muss erst die Kontrolle irgendwie in diesen ersten Block übergeben werden. Wie das genau geschieht, wird etwas später erklärt.

Partitionen mit Dateisystemen dürfen sich nicht überlappen. Der Grund dafür ist der, dass jedes Dateisystem bestimmte Festplattenbereiche für sich beansprucht. Wenn sich zwei Partitionen überlappen, dann kommt es irgendwann zu einem Konflikt. Der Konflikt entsteht nicht sofort, sondern erst dann, wenn sich der freie Platz mit Daten füllt. Die Folgen sind dann verheerend. Sorgfalt ist also geboten, wenn man Partitionen anlegt.

Man sollte hier betonen, dass eine Überlappung von Partitionen an sich noch nicht gefährlich ist. Gefährlich wird es, wenn sich die darin enthaltenen Dateisysteme überlappen. Wenn man Partitionen anlegt, dann wird in den betroffenen Festplattenbereichen noch nichts geändert. Doch wenn man versucht, frisch angelegte Partitionen zu formatieren, dann muss man damit rechnen, dass die in der Partition enthaltenen Dateien dabei beschädigt werden. Genau dann könnte sich eine Überlappung von Partitionen als Daten-Killer erweisen. Dies gilt für alle Typen von Datei- und Betriebssystemen und nicht nur für die weit verbreiteten Systeme.

Partitionen auf einer Festplatte können immer wieder angelegt und gelöscht werden. Die Partitionierung ist lediglich eine Software-Operation und bewirkt nichts physikalisches auf der Festplatte. Die Information über die aktuelle Partitionierung ist im ersten Sektor der Festplatte gespeichert, welcher den Namen Master Boot Record (MBR) hat.

Das MBR ist das wichtigste Mittel beim Booten eines Betriebssystems, welches durch BIOS unterstützt wird. Das hat drei wichtige Bestandteile:

  • Der Programmcode (IPL). Dieses kleine Programm wird durch BIOS gestartet, nachdem BIOS das MBR erfolgreich in den Arbeitsspeicher geladen hat. Naturgemäß ist dieses Programm nicht besonders leistungsstark, es kann lediglich den Rest von MBR nach einer aktiven Partition durchsuchen und dann die Kontrolle in den ersten Sektor dieser Partition übergeben. Dort befindet sich normalerweise ein weiteres Programm, welches fähig ist, ein Betriebssystem in dieser aktiven Partition zu booten.
  • Die Partitionen Tabelle. Sie befindet sich ab dem Offset 0x1BE im MBR. Diese Tabelle enthält 4 Einträge, welche bis zu 4 Partitionen der Festplatte beschreiben. Nur einer der Einträge darf als bootfähig (aktiv) markiert werden.
  • Die MBR-Signatur. Die letzten zwei Bytes des MBR müssen den Wert 0xAA55 enthalten. Das BIOS prüft anhand dieser Signatur, ob MBR korrekt geladen wurde.

Auch heute werden die meisten Festplatten immer noch so partitioniert, wie es zu den Zeiten von MS-DOS üblich war. Das bedeutet, standardmäßig werden von den möglichen vier nur zwei Partitionen angelegt: eine primäre FAT/NTFS Partition und eine erweiterte (extended) Partition, welche wiederum mehrere unterschiedliche Subpartitionen enthalten kann. Die erste (primäre) Partition bekommt gewöhnlich den Laufwerksbuchstaben C:. Die erweiterte Partition stellt einen Container dar, der mehrere logische Laufwerke enthalten kann, diese können theoretisch auch fremde Datei- und Betriebssysteme enthalten, die das System vom Laufwerk C: gar nicht erkennt. Besser wäre es natürlich, für solche fremde Systeme ihre eigenen Primär-Partitionen anzulegen, doch dafür ist oft die MBR-Partitionentabelle zu klein.

Wenn man ein-einziges Betriebssystem auf der Festplatte hat, dann muss man beim Booten keine Auswahl treffen. In diesem Fall ist der Standart-Programmcode (IPL) mehr als ausreichend. Will man jedoch ein weiteres Betriebssystem installieren, dann kommt man mit der Standartlösung nicht mehr weit.

Will man mit Standartmitteln mehrere Betriebssysteme booten, dann hat man zwei Möglichkeiten:

  • Man kann mehrere Betriebssysteme auf verschiedenen Festplatten installieren, jeweils ein Betriebssystem pro Festplatte. Dann hat man die Möglichkeit, beim Hochfahren des Rechners im BIOS Setup die erste Festplatte festzulegen, von welcher ein Betriebssystem booten soll. Diese Lösung ist teuer und unkomfortabel, weil man bei jedem Systemwechsel das BIOS Setup betreten muss.
  • Man kann mehrere Betriebssysteme auf einer Festplatte in mehreren Primärpartitionen installieren. Ein Systemwechsel wird dann möglich, wenn man vor dem Systemstart festlegt, welche Primärpartition im MBR aktiv ist. Das kann man z.B. mit Hilfe des Fdisk-Tools machen. Diese Lösung ist auch sehr unkomfortabel, außerdem kann das Fdisk-Tool nur eine primäre und eine erweiterte Partition anlegen, so braucht man zumindest in der Startphase eine Spezialsoftware.

Dann gibt es noch den OS/2 Boot Manager. Dieses Programm belegt jedoch einen Zylinder (7,8 MByte) auf Festplatte, weiterhin belegt es einen der vier Einträge im MBR. Es gibt auch Bootmanager, die sich in FAT-Partitionen befinden, doch viele von ihnen sind nicht gerade klein und, was kritischer ist, sie können leicht bei Virenbefall oder bei einfachen Systemfehlern beschädigt werden.

Viele Programme arbeiten direkt mit dem MBR. Das macht jedes Betriebssystem beim Hochfahren, Diagnose- und Prüftools wie Norton Disc Doctor oder Fdisk tun das auch. Deswegen wird aufgrund der Kompatibilität verlangt, dass nach einem Systemstart nur vier Partitionen benutzt werden. Systeme, die identische Dateisysteme benutzen, (solche wie DOS und Windows) können Probleme mit der Verschiebung von Laufwerksbuchstaben bekommen, falls ein weiteres System (z.B. MS-DOS) hinzukommt.

Das sind die häufigsten Probleme, die ein Benutzer bekommt, wenn er mehrere Betriebssysteme installieren will.



Das Ziel dieses Projekts.

Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die oben genannten Probleme zu lösen.

Hier muss man betonen, dass man niemals mehr als vier MBR-Einträge erzeugen kann, um die Kompatibilität zwischen verschiedenen Systemen zu gewährleisten. So kann jedes System und jedes Tool bis maximal vier Einträge in der MBR-Partitionentabelle auf einmal erkennen. Andere Partitionen, die zwar existieren, aber in der MBR-Tabelle nicht dargestellt sind, bleiben für diese Tools einfach unsichtbar. So muss man aufpassen, dass Tools wie Fdisk nicht etwa versuchen, in "unbelegten" Bereichen der Festplatte neue Partitionen anzulegen. Solch eine Operation würde verdeckte Partitionen und Daten beschädigen. Um sicher zu gehen, hat SyMon einen eigenen internen Partitionen Editor, welcher alle Partitionen auf der Festplatte sicher anlegen und wechseln kann. Auf diese Weise kann man mehr als 4 Partitionen anlegen, doch die Warnung bleibt:

Benutzen Sie immer den internen Partitionen Editor, wenn Sie nicht genau wissen, wie ein Tool wie Fdisk funktioniert. Das gilt auch für System-Installationsprogramme, die Partitionen anlegen und löschen können. Wird eine Partition gelöscht oder kürzer gemacht, wird das keine Auswirkungen auf andere Partitionen haben. Wird dagegen eine Partition verschoben oder größer gemacht, dann kann dieser Vorgang sehr schnell eine benachbarte Partition beschädigen, die gerade verdeckt ist.


Installation von SyMon.

Dank der neuen Installationstechnik ist diese Prozedur einfach und sicher. Die Installation ist in zwei Schritte eingeteilt. Im ersten Schritt wird eine Installationsdiskette vorbereitet. Um dies zu tun müssen Sie aus dem Internet das so genannte "Bootdisk"-Utility herunterladen, um eine bootfähige Diskette für DOS oder für Windows 95/98/ME zu erzeugen. Man findet dieses Utility hier. Wenn man eine neue Diskette in das Disketten-Laufwerk hineinlegt und dieses Utility unter Windows startet, wird automatisch eine bootfähige Diskette erzeugt. Die Diskette sollte keine fehlerhafte Sektoren enthalten, um Probleme in Zukunft zu vermeiden. Dann kopieren Sie bitte auf die Diskette alle Dateien aus dem SyMon Installationspaket und die Lizenzdatei "LICENSE.TXT", falls Sie diese erhalten haben.

Sollte Ihr Rechner kein Disketten-Laufwerk haben, dann können Sie einen bootfähigen USB-Stick erzeugen und von diesem booten, wie wenn das eine Diskette wäre. Dazu werden Sie allerdings ein anderes Utility benötigen, dieses finden Sie hier.

WICHTIG: man sollte diese Diskette oder diesen USB-Stick sicher aufbewahren. Das ist wichtig, um SyMon später wiederherstellen oder entfernen zu können.

Im zweiten Schritt wird der Rechner von dieser Diskette gebootet. Dabei wird das SyMon Setup-System gestartet. Vor der Installation des SyMon Bootmanagers muss man hier einige Einstellungen vornehmen.

Installation von der Diskette hat einen wichtigen Vorteil, und zwar garantiert diese, dass man SyMon später wieder entfernen kann, ohne dass irgendwelche Veränderungen auf der Festplatte übrig bleiben. Sollten Sie feststellen, dass SyMon Ihre Probleme nicht lösen kann oder Ihnen einfach nicht gefällt, dann können Sie einfach noch einmal das SyMon Setup-System von der Diskette starten und SyMon entfernen.

Folgende Beschreibung bezieht sich auf den zweiten Installationsschritt. Weil auch der zweite Schritt an sich nicht so komplex ist, wollen wir uns nur kurz das Menü des Setup-Systems anschauen. Hier ist das aufgerollte Menü:

     Lizenzvereinbarung
     Dokumentation
     Operationen
       SyMon installieren
       SyMon deinstallieren
       SyMon starten
       Backup Manager
       Bootsektor reparieren
       Partition Manager
     Einstellungen
       SyMon Schriftart
       SyMon Varianten
       Setup Einstellungen
     Registration
     Ausgang
  • Lizenzvereinbarung. Hier sieht man die Lizenzvereinbarung für SyMon R3.
  • Dokumentation. Hier wird die Übersicht der mitgelieferten Dokumentation geöffnet. Es ist möglich, Themen auszuwählen und zu öffnen. Ein Glossarium hilft Ihnen, durch die Themen zu navigieren.
  • Operationen. Dieses Untermenü hat 6 Punkte. Hier kann man SyMon installieren oder deinstallieren, eine Backup-Kopie der Einstellungen auf Diskette speichern, Bootsektoren einiger BS reparieren oder Partitionen auf Festplatte verwalten.
  • SyMon starten. SyMon kann direkt von Diskette gestartet werden, aber so, wie wenn er von BIOS von einer bestimmten Festplatte gestartet wäre. Diese Funktion erlaubt eine Diagnostik von Festplattenstrukturen, ohne dass auf Festplatte irgendetwas verändert wird. Die Hautpanwendung dieser Funktion besteht darin, Festplatten zu reparieren, die von alleine nicht mehr booten.
    Bitte beachten: Diese Funktion erscheint nur dann, wenn SyMon Setup mit Hilfe von "shell.exe" anstatt von "setup.exe" gestartet wird.
  • Bootsektor reparieren. Ein spezielles Patch ist in das SyMon Setup eingebaut, dieses kann die Bootsektoren von DOS, Windows 95 oder Windows NT 4.0 reparieren. Das ist nur nötig, wenn sich diese Sektoren auf einer FAT16 Partition befinden, die hinter der 2GByte Grenze liegt. In allen anderen Fällen brauchen die Bootsektoren nicht repariert zu werden.
  • Registration. Bitte benutzen Sie dieses Formular nicht, stattdessen besuchen Sie die Registerkarte "Registrieren" auf der SyMon-Webseite, URL http://www.symon.ru
    Normalerweise dauert die Registration nicht länger als 4 Werkstage, danach bekommen Sie eine E-Mail mit angehängter Lizenzdatei "LICENSE.TXT". Um die Registration zu beenden, müssen Sie folgendes tun:

    1. Kopieren Sie diese Datei "LICENSE.TXT" in das Verzeichnis, wo das SyMon Setup-System liegt. Starten Sie dann SyMon Setup.
    2. Gehen Sie dann unter "Operationen" auf "SyMon installieren" und wählen Sie die Track (0 oder 1), auf welche Sie SyMon vorher installiert haben. Dabei wird die registrierte SyMon Version installiert, alle Einstellungen und Einträge bleiben ohne Änderung.
    3. Wenn SyMon dann wieder gestartet wird, können Sie sich überzeugen, dass die Registrierung erfolgreich war, indem Sie im Hauptmenü F1 drücken.
  • Ausgang. Hier gelangt man zurück zum DOS.

Am häufigsten braucht man die Installationsdiskette, wenn man ein neues BS installiert hat. Viele Betriebssysteme überschreiben MBR so, dass SyMon danach abgeschaltet ist. Seine Einstellungen und Einträge bleiben jedoch unberührt, und hier genügt es, die Installation von SyMon zu wiederholen.
Manchmal kommt es aber vor, dass der eigentliche Code von SyMon beschädigt wird. Hier wird eine wiederholte Installation erfolglos sein, zur Hilfe kommt aber der Backup Manager. Er ist fähig, SyMon und seine gesamten Einstellungen aus einer Datei auf Diskette wiederherzustellen, vorausgesetzt, Sie haben zuvor mit dem Backup Manager eine Sicherheitskopie gemacht. So ist diese Methode beständig gegen beliebige Fehler auf der Festplatte.

Einige Worte zum Abschluss:

  • Sollten aus irgendeinem Grund die Partitions-Einträge im MBR und/oder die gesamte Track 0 beschädigt werden, kann der intakte Bootmanager die verlorenen Daten komplett wiederherstellen. Voraussetzung, die Partitionen selber und die Daten auf ihnen sind noch am Leben. In der Regel, beim Löschen von Steuerstrukturen bleiben die Dateisysteme an sich unbeschädigt. Das wird klar, wenn man bedenkt, dass man etwa 400 Sekunden Zeit benötigt, um alle Informationen auf einer 1GByte Festplatte zu vernichten. So etwas ist nur möglich, wenn man vorhandene Daten gezielt mit anderen überschreibt. In der Praxis ist es aber oft so, dass nur die Steuerstrukturen beschädigt werden. Die Benutzerdaten sind noch in Ordnung, aber nicht auf ewig! Es kommt vor, dass Tools wie ndd, checkdisk oder ähnliche mit den beschädigten Steuerstrukturen nichts mehr anfangen können. Zwingt man sie, doch etwas zu tun, dann beschädigen sie die eigentlichen Benutzerdaten. So was passiert z.B. wenn im DOS die FAT-Tabelle gelöscht wird. Aber selbst die gelöschte FAT-Tabelle bedeutet noch nicht, dass alle Daten verloren sind. Wenn man will, kann man noch vieles retten, wenn man es noch nicht geschafft hat, alles endgültig zu zerstören. Der Wiederherstellung von Partitions-Strukturen können teilweise die eingebauten SyMon Werkzeuge zur Hilfe kommen. Sollten nur die Partitions-Einträge gelöscht sein, kann SyMon die Festplatte scannen und diese in seine innere Tabelle eintragen. Sie müssen danach die Einträge nur noch richtig gruppieren und Namen für die Menüpunkte vergeben.
  • Bei der ersten Installation erzeugt SyMon eine Sicherheitskopie der Track 0 (einschließlich MBR) für den Fall, dass eine Deinstallation notwendig wird. Ab dem Release 3 wird diese Sicherheitskopie in eine Datei auf Diskette gespeichert. Dank dieser Maßnahme können Sie die Steuerstrukturen jederzeit in den Ursprungszustand zurücksetzen. Zu bedenken ist aber, dass diese Operation nicht immer sinnvoll sein kann. Mann sollte den Menüpunkt "SyMon deinstallieren" nur dann benutzen, wenn man nach der Installation von SyMon noch keine Änderungen in der Struktur der Partitionen vorgenommen hat. Anderenfalls sollte man zuerst mit Hilfe von SyMon ein MBR generieren, welches alle vorhandenen Partitionen erfasst (maximal 4 Einträge), erst dann sollte man einen Standard Bootloader installieren.

Praktische Schlussfolgerung: sollte plötzlich beim Booten von der Festplatte ein Fehler auftreten, kann die Installation von SyMon Ihre Daten nicht beschädigen. Sie bekommen aber ein mächtiges Werkzeug, welches in dieser schwierigen Situation helfen kann. Bei der Entwicklung dieses Werkzeuges wurde großer Wert auf ein schnelles Scannen gelegt, um eine Wiederherstellung des MBR möglich zu machen.

SyMon kann keine Operationen innerhalb von Dateisystemen ausführen, also kann er nicht gleich mehrere BS von einer einzigen Partition starten, denn diese Vorgehensweise würde Eingriffe in Systemdateien und -verzeichnisse verlangen. Deshalb ist es unmöglich, durch SyMon einen anderen Bootmanager wie System Commander zu ersetzen, welcher mehrere BS von einer FAT Partition startete. Diese Tatsache ist vielleicht die einzige Einschränkung auf die Einsatzmöglichkeiten von SyMon.



Allgemeine Beschreibung des Programms.

SyMon ist ein Partitionen- und Bootmanager, welcher bis zu 36 Partitionen auf einer Festplatte verwalten kann. Mit seiner Hilfe kann man auf diesen Partitionen bis zu 20 Betriebssysteme unterbringen. Wie bereits erwähnt, mit Standartmitteln sind solche Verbesserungen nicht möglich, da sonst die Kompatibilität mit vorhandener Software nicht gewährleistet wäre. Das erste, was die Kompatibilität verlangt, ist die Darstellung von maximal 4 Einträgen in der MBR-Tabelle. Diese Einschränkung wird jedoch außer Kraft gesetzt, indem eine interne Partitionentabelle gebildet wird, welche ausschließlich von SyMon gelesen werden kann. Da alle existierenden Betriebssysteme von Anfang an auf Benutzung von MBR ausgelegt sind, belegen sie nicht mehr als 4 Einträge in der MBR-Tabelle. Diese Tatsache erlaubt es, alle Einträge aus der inneren Partitionentabelle zu benutzen, jedoch werden für jedes Betriebssystem maximal 4 von ihnen eingesetzt. Auf diese Weise besteht die Aufgabe des SyMon-Bootmanagers darin, für jedes Betriebssystem bis zu 4 Einträge im MBR zu erstellen, wobei einer davon als aktiv markiert wird. Dieser aktive Eintrag bezeichnet die Partition, die gebootet wird.

Zum Organisieren und zum Verwalten von 36 Partitionen verfügt SyMon über mächtige Werkzeuge. Diese Werkzeuge sind immer verfügbar, unabhängig davon, welche BS Sie installiert haben. Zu diesen Werkzeugen gehören der Partitionen Editor und die Partitionen Autosuche.

SyMon befindet sich entweder auf der Track 0 oder auf der Track 1 Ihrer Festplatte. Voraussetzung dafür ist, dass eine der beiden Tracks nicht benutzt wird. Bei der Track 0 ist es meistens der Fall, weil sich ja im ersten Sektor dieser Track das MBR befindet, somit kann die Track keiner Partition angehören. So bleibt der Rest der Track 0 meistens leer, und diese Tatsache erlaubt eine Installation von SyMon in diesen Raum. Eine Installation in die Track 1 ist ebenfalls möglich. Diese Lösung ist sicherer, weil hier keine Gefahr besteht, dass SyMon von zufälligen Lizenzmarkierungen oder von Viren beschädigt wird. Vorher muss aber die Track 1 freigemacht werden, indem der Anfang der ersten Partition um einen Zylinder nach hinten verschoben wird. Somit wird viel mehr Platz freigemacht, als eigentlich nötig wäre (ca. 7,8 MByte anstatt von 32 KByte), doch eine geringere Verschiebung würde die erste Partition "nicht-normgerecht" machen. Ein Verlust von 7,8 MByte ist für moderne Festplatten kaum bemerkbar.

Entsprechend den Kompatibilitätsanforderungen wird die Partitionen MBR-Tabelle jedes Mal kompiliert und überprüft, wenn Sie ein BS booten, welches von dem zuletzt gebooteten abweicht. Dabei wird die korrekte Variante des MBR neu geschrieben. Sollte bei Ihnen ein BIOS-Virenschutz aktiviert sein, wird dieser eine Warnung anzeigen. Solche Warnungen werden Sie sehr schnell als überflüssig empfinden, also schalten Sie lieber den Virenschutz ab. Diese Aktion wird den Virenschutz Ihren PCs kaum schwächen, weil eine Infektion den SyMon einfach außer Funktion setzen würde. Somit wäre es unmöglich, ein BS zu starten, welches dem Virus zum Opfer fallen könnte.

Nach dem Start zeigt SyMon das Hauptmenü wo man ein Betriebssystem auswählen kann, das man booten will. Außer einem BS, kann man auch den Punkt "Booten von Diskette" auswählen oder zur anderen Festplatte wechseln, falls diese vorhanden ist. Sollte Ihr PC mit einem ATX-Netzteil ausgestattet sein, dann können Sie den PC direkt aus SyMon ausschalten, was manchmal sehr bequem ist. Zusätzlich zum Hauptmenü stehen Ihnen folgende SyMon-Werkzeuge zur Verfügung:

  • Disk Editor (nur die Professional Version)
  • Suchen von Partitionen
  • Partitionen Editor
  • Sicherheits Service
  • Weitere Tools

Alle diese Werkzeuge werden in den nächsten Kapiteln ausführlich beschrieben. Mit den Kenntnissen, die Sie jetzt haben, werden Sie imstande sein, ein einziges Betriebssystem mit Hilfe des SyMon zu booten. Andere Kapiteln sind für die gedacht, die bewusst mehrere BS auf einer Festplatte verwalten möchten. Hier möchten wir aber noch ein Mal betonen, dass SyMon nur ein Betriebssystem pro Partition unterbringen kann. SyMon greift nicht in Dateisysteme ein und macht keine Tricks mit Systemdateien, wie so manche Bootmanager das tun. Deswegen ist es oft unmöglich, durch SyMon einen anderen Bootmanager wie z.B. System Commander zu ersetzen. Doch wenn Sie eine neue Festplatte haben und Ihre Systeme "von Null" installieren wollen, steht Ihnen nichts im Wege.



Partitionen Editor.

Jedes Betriebssystem befindet sich in einer oder mehreren Partitionen. Deswegen muss man gut verstanden haben, wie man Partitionen anlegt, bevor man eigentlich Betriebssysteme installiert.

Eine Partition anlegen - darunter versteht man die Angabe der LBA Festplattenadressierung, wobei hier die Startposition und die Länge des Bereichs angegeben wird. Außerdem gehört der Code des Dateisystems mit dazu, welcher den Inhaltstyp der Partition bezeichnet. Dieser Code des Dateisystems hilft dem Betriebssystem beim Start, Dateisysteme automatisch zu erkennen und einzubinden. SyMon greift selber nicht in Dateisysteme ein, er braucht den Code ausschließlich nur, um ihn in die MBR-Tabelle zu kopieren. Platzieren Sie den Kursor im Feld "FSC" und drücken Sie die Leertaste, dann wird eine Liste der wichtigsten Codes erscheinen, aus welcher Sie den richtigen wählen können. Dann drücken Sie die Enter-Taste, und der Code wird in das Feld hineingefügt.

Partitionen Editor - das ist ein Tool zum Anlegen, Löschen und Korrigieren von Partitionen. Mit seiner Hilfe kann man beliebige Partitionen anlegen. SyMon erlaubt es, bis zu 36 Partitionen anzulegen. Diese werden in Form einer Tabelle dargestellt. Einträge in dieser Tabelle werden mit Zahlen und Buchstaben durchnummeriert: 0-9 und A-Z. Diese Nummern benutzt man später, um Beschreibungen für Betriebssysteme zusammenzustellen. Gleichzeitig können in der Tabelle nur 12 Einträge erscheinen, also ist die Liste auf 3 Seiten organisiert. Hier ist die Beschreibung der Funktionstasten:

  • Pfeile (links, rechts, oben und unten) - Bewegung des Kursors in der Tabelle und zwischen Buttons
  • 0-9, A-F - die Nummern benutzt man, um Parameter einer Partition zu verändern
  • Rücktaste - letztes Zeichen der Zahl unterm Kursor löschen
  • Umschalt+Entf - Zeile löschen (mit Null-Zeichen füllen)
  • Bild oben, Bild unten - aktuelle Tabellen-Seite wechseln
  • Alt+M - Partitionen Übersicht öffnen
  • Alt+S - Partitionen nach LBA Start sortieren
  • Alt+L - Partitionen nach Länge sortieren
  • Alt+F - Partitionen nach FSC sortieren
  • Leertaste - FSC aus der Liste der wichtigsten Codes auswählen
  • ENTER - Änderungen annehmen
  • ESCAPE - Änderungen verwerfen

Ab dem Release 2 werden Sektoren von 0 bis 62 nummeriert und nicht von 1 bis 63, wie das in BIOS der Fall ist. Das mag am Anfang etwas irritierend sein, doch das ist nicht wirklich von Bedeutung. Auf diese Weise wird der Programmieraufwand erheblich reduziert, eingeschränkt wird aber die Angabe von Parametern nicht.

Der Partitionen Editor prüft immer, dass die Angabe von Partitionenparametern korrekt ist, also muss die Anfangsadresse immer kleiner als die Endadresse sein. Ist es nicht der Fall, so wird die Länge der Partition symbolisch als eine rote Null dargestellt, im Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn Sie versuchen, zu einer anderen Partition überzugehen, ohne die gerade editierende richtig zu stellen, dann wird die Anfangsadresse und die Länge gleich Null gesetzt.

Vergessen Sie nicht, dass die Partitionen, die im Zylinder 0 anfangen, die Track 0 nicht belegen dürfen. Setzen Sie deshalb den Wert in der Spalte "H" (Head) auf 1.

Der Partitionen Editor ist ein nützliches Werkzeug, um Low-Level Korrekturen bei existierenden Partitionen vorzunehmen. Hier kann man beliebige Änderungen machen, doch seine Tabelle ist nicht besonders übersichtlich, was die Lage von Partitionen zueinander und den freien Platz angeht. Außerdem, es kommt selten vor, dass man bereits bestehende Partitionen korrigiert, viel öfter legt man neue an oder man löscht sie. So gibt es hier ein weiteres Werkzeug, das die Handhabung von Partitionen vereinfacht. Das ist die Partitionen Übersicht. Die Partitionen Übersicht ist optimal, um die Festplatte als ein Ganzes zu betrachten und um neue Partitionen anzulegen.


Partitionen Übersicht.

Um in die Partitionen Übersicht zu gelangen muss man entweder Alt+M drücken oder den Kursor zu dem entsprechenden Button bewegen und Enter drücken. Hier ist eine Liste der Funktionstasten, die in diesem Werkzeug verfügbar sind:

  • Pfeile (links, rechts, oben und unten) - Bewegung des Kursors
  • Leertaste - Anfang und Ende beim Editieren von Partitionen
  • Umschalt+Entf - Partition unterm Kursor löschen (Parameter gleich Null setzen)
  • Bild oben, Bild unten - schnelle Bewegung durch die Übersicht
  • ENTER - Änderungen annehmen
  • ESCAPE - Änderungen verwerfen

Für eine bessere Anschaulichkeit werden Partitionen in vier verschiedenen Farben dargestellt. Dadurch sieht man besser, wo eine Partition endet und wo die nächste anfängt. Jeder Platzhalter in der Übersicht entspricht genau einem Zylinder der Festplatte. Jeder Zylinder kann einer Partition angehören, in diesem Fall wird der Zylinder mit einer Zahl markiert, die der Nummer der Partition in der internen SyMon-Partitionentabelle entspricht. Wenn ein Zylinder gleichzeitig zwei Partitionen angehört, dann wird er mit einem Sternchen "*" markiert, was auf einen möglichen Partitionenkonflikt hindeutet.

Die Partitionen Übersicht ermöglicht das Anlegen von neuen Partitionen. Dabei werden Partitionen automatisch auf Zylindergrenzen ausgerichtet, so wie das standardmäßig verlangt wird. Doch den Code FSC kann man in der Partitionen Übersicht nicht angeben, dazu muss man zum Partitionen Editor zurückkehren und für die frisch angelegte Partition den Code FSC in der "FSC"-Spalte angeben.

Eine neue Partition anzulegen, das ist mit diesem Tool ganz einfach. Man bewegt den Kursor zur Startposition der künftigen Partition und drückt LEERTASTE. Dann bewegt man den Kursor zur Endposition dieser Partition und drückt noch Mal LEERTASTE. Und das ist alles. Beim Bewegen des Kursors wird die Größe der Partition automatisch unten berechnet, so dass man sie einfach kontrollieren kann. Beim Anlegen wird die Partition in die erste freie Zeile des Partitionen Editors platziert. Vergessen Sie nicht, den richtigen Dateisystem-Code (FSC) anzugeben, nachdem Sie zum Partitionen Editor zurückgekehrt sind.


Allgemeine Bemerkungen zum Editieren von Partitionen.

Alle Eintragungen, die man im Partitionen Editor macht, beziehen sich lediglich auf die interne Partitionen Tabelle. Die Benutzerdaten bleiben dabei unberührt. Der Wert, den man für FSC angibt, hat ebenfalls nur eine bedingte Bedeutung. Man sollte daran denken, dass die eigentliche Installation von Dateisystemen (Formatierung) nicht von SyMon, sondern von anderen Programmen durchgeführt wird. Ändert man absichtlich den FSC, dann wird schlimmstenfalls die betroffene Partition für das entsprechende Betriebssystem unsichtbar. Ändert man den FSC auf den ursprünglichen Wert, dann "erscheint" die Partition wieder. Das passiert, zum Beispiel, wenn man bei einer erweiterten Partition, die normalerweise den FSC Wert #05 hat, diesen Wert auf #15 ändert. In diesem Fall "verliert" Windows alle logischen Disks, die in dieser Partition enthalten sind. Diese erscheinen jedoch wieder, wenn man den FSC auf den ursprünglichen Wert setzt, d.h. auf #05.

Wenn ein Betriebssystem gebootet wird, generiert SyMon vorher das MBR entsprechend den Eintragungen in der internen Partitionen Tabelle. So "sieht" das Betriebssystem nur die Eintragungen, die man ihm zeigen möchte. Der Inhalt von Partitionen sollte mit den Mitteln vorbereitet werden, welche das entsprechende BS zur Verfügung stellt. So muss z.B. eine Partition mit FSC=#0C (FAT32x) aus dem Windows-Installationsprogramm oder mit dem Format.com Tool formatiert werden. Erweiterte Partitionen müssen in logische Disks aufgeteilt werden, dazu braucht man wieder das Windows-Installationsprogramm oder das Fdisk.exe Tool. Danach müssen logische Disks wieder aus dem Windows formatiert werden usw.

Manchmal kommt es vor, dass man die Größe von Partitionen ändern muss, z.B. um für neue Partitionen Platz zu schaffen. Für diesen Zweck gibt es Spezialsoftware, die fähig ist, Lage und Größe von Dateisystemen zu ändern. Dabei wird in der Regel auch die Größe der Partition geändert, die das Dateisystem enthält. SyMon kontrolliert solche Änderungen automatisch. Wird eine Abweichung der MBR-Eintragungen von dem Inhalt der internen Partitionen-Tabelle festgestellt, dann wird SyMon Sie fragen, ob er die Änderungen übernehmen soll. Man sollte jedoch bei solchen Änderungen vorsichtig sein und in der Partitionen-Tabelle zum Schluss manuell nachschauen, ob der Anfang und die Länge der geänderten Partition tatsächlich die richtigen Werte haben. Sollten die Änderungen nicht übernommen worden sein, dann hat man 2 Möglichkeiten: erstens, man kann die Partitionen-Parameter von Hand korrigieren, wenn man weis, wie die richtigen Parameter lauten. Zweitens, man kann im Partitionen Editor die Partition löschen und dann die Partitionen Suche starten. Wenn das gesuchte Dateisystem dem SyMon bekannt ist, dann wird es automatisch gefunden, die Größe und die Lage der Partition werden dann entsprechend dem Dateisystem berechnet und in die Parameter werden in die interne Partitionen-Tabelle eingetragen.

Beim Anlegen einer neuen Partition sollte man sich ihre Nummer in der internen Partitionen-Tabelle merken. Das kann eine Zahl 0-9 sein oder ein Buchstabe A-Z. Diese Nummern braucht man dann später, um im SETUP-Dialog richtige Eintragungen zu machen.

Wie bereits erwähnt wurde, gibt es ein grundsätzliches Problem mit dem alten BIOS Interface, welches Festplatten größer als 8 GByte nicht operieren kann. Wegen diesem Problem muss man immer beachten, ob eine Partition sich teilweise oder vollständig hinter der 8 GByte-Grenze befindet. Ist es der Fall, dann muss man die Partition unsichtbar für ein einfaches DOS machen, welches hinter der 8 GByte-Grenze nicht lesen kann. Dies erreicht man, indem FSC der betroffenen Partition wie folgt geändert wird:

     #06 (FAT16)     ->  #0E (FAT16x)
     #05 (EXTENDED)  ->  #0F (EXTENDEDx)
     #0B (FAT32)     ->  #0C (FAT32x)

Auf diese Weise werden diese Partitionen unsichtbar für ältere Systeme, die sonst Fehler beim Lesen und beim Schreiben von Daten verursachen könnten.

SyMon erhöht nicht nur die Anzahl der möglichen Partitionen auf Ihrer Festplatte, er ermöglicht Ihnen auch einige Tricks, was verdeckte und sich überlappende Partitionen angeht. Zum Beispiel, Sie möchten ein neues Betriebssystem installieren, doch Sie haben dafür Platz nur innerhalb einer erweiterten Partition, in einer so genannten logischen Disk. Solch eine Operation ist unmöglich, wenn Ihr Betriebssystem nach einer eigenen primären Partition verlangt. Aus Ihrer Sicht könnte es sehr schwierig sein, zusätzlichen Platz zu schaffen, weil man dabei einige Partitionen verschieben oder löschen müsste. Das muss aber nicht sein! SyMon erlaubt eine simple Adressierung solch einer logischen Disk, wie wenn das eine Primärpartition wäre. Dem System, das gerade installiert wird, wird dabei die gesamte erweiterte Partition nicht gezeigt, wohl aber dem anderen, welches Daten aus anderen logischen Disks lesen soll. Auf diese Weise wird ein und derselbe Bereich der Festplatte doppelt belegt: einmal als Teil der erweiterten Partition und ein zweites Mal als eine primäre Partition. Das ist ein Beispiel, wann ein Partitionenkonflikt erlaubt und sinnvoll sein kann, wenn er als Problemlösung dient und dabei keine Fehler verursacht.



Setup Dialog.

Der Setup Dialog ermöglicht es, Betriebssysteme auf der Festplatte zu organisieren. Der Deskriptor - das ist der Schlüsselbegriff, der im Zusammenhang mit dem Setup Dialog oft benutzt wird. Der Deskriptor eines Betriebssystems wird benutzt, um die Bezeichnung eines Betriebssystems im Hauptmenü mit dem Inhalt des MBR zusammenzubringen. Dabei ist es möglich, dass hier gleichzeitig auch die MBR-Eintragungen auf weiteren Festplatten definiert werden, von welchen gar nicht gebootet wird. Benutzt man ein Plugin, so wird die Anzahl von Bootvarianten noch Mal erhöht. Im Abschnitt "Plugins" kann man mehr darüber lesen.

Der Deskriptor eines Betriebssystems besteht aus folgenden Objekten:

  • der Name des Betriebssystems erscheint im Hauptmenü und ermöglicht die Wahl zwischen verschiedenen Betriebssystemen.
  • eine bis vier Partitionen, welche in der MBR-Tabelle eingetragen sein sollten.
  • eine Partition sollte als aktiv markiert werden.
  • die Bootpartition wird definiert. In einem einfachen Fall ist es dieselbe wie die aktive Partition. In einem komplexen Fall können sie sich unterscheiden.
  • die Disknummer bezeichnet die zu bootende Festplatte.
  • ein Passwort, mit welchem nur ein autorisierter Zugriff auf das BS möglich ist.

Die Parameter eines Deskriptors sind in farbigen Gruppen angeordnet, damit man sie einfacher lesen und unterscheiden kann. Benutzt man die Standard Farbpalette, so werden der Name des BS und das Passwort in weiß dargestellt. Parameter, die später das MBR bilden, haben Cyan-Farbe und Parameter, die die Lage des Bootsektors definieren, haben gelbe Farbe.

Beim Erzeugen eines Deskriptors ist es relativ kompliziert, die numerischen Daten einzugeben. Hier fängt man an mit der Eingabe von Partitionennummern. Diese werden in die vier Spalten eingegeben, welche 0-3 durchnummeriert sind. Jede Spalte steht für eine MBR-Eintragung. Hier sollte man eine bis vier Nummern eingeben, die man aus der internen Tabelle im Partitionen Editor bekommt, d.h. man bezieht sich hier auf die 36 möglichen Partitionen (0-9, A-Z). SyMon erlaubt eine beliebige Reihenfolge von Bezugsnummern, man sollte aber beachten, dass eine Änderung der Reihenfolge auch eine Verschiebung von Laufwerksbuchstaben unter Windows bedeuten kann. Wenn man dem Betriebssystem weniger als 4 Partitionen zur Verfügung stellen will, dann muss man anstelle einer Nummer in die entsprechende Spalte "-" (Minus) eingeben. Das bewirkt, dass die entsprechende MBR-Eintragung gleich Null gesetzt wird.

Nach den BIOS-Regelungen soll nur eine der Partitionen als aktiv markiert sein. Selbst wenn eine Partition mit Hilfe von SyMon gebootet wird, muss man die Info über die aktive Partition trotzdem ins MBR schreiben, für den Fall, dass ein Betriebssystem diese Information einlesen wird. Manche Betriebssysteme stellen auf diese Weise fest, von welcher Partition sie gestartet sind. Deshalb existiert in diesem Dialog die fünfte Spalte, die als 'AP' (aktive Partition) bezeichnet ist. Hier muss man die Nummer der aktiven MBR-Eintragung einsetzen, also 0 bis 3.

Ab dem Release 2 benutzt SyMon eigentlich nicht die aktive Partition zum Booten eines BS, sondern kann die Bootpartition hier frei definiert werden. Obwohl eine aktive Partition in den meisten Fällen auch die Bootpartition bezeichnet, manchmal unterscheiden sie sich doch. Die Bootpartition kann man in der Spalte 'BP' definieren, hier kann man eine von 36 Partitionen angeben. Setzt man den Wert für die aktive Partition, dann wird diese automatisch auch als die Bootpartition gesetzt, um Benutzer nicht zu irritieren, und in der Spalte 'BP' erscheint entsprechende Nummer.

Wenn man doch eine andere Partition als eine Bootpartition definieren möchte, dann muss man diese erst definieren, nachdem man die aktive Partition definiert hat.

Auch ab dem Release 2 unterstützt SyMon das Booten von 4 Festplatten. Das bedeutet, dass man nicht nur Systeme auf der ersten Festplatte konfiguriert, sondern auch Referenzen für Systeme auf weiteren Festplatten erzeugen kann. Voraussetzung dafür ist, dass SyMon auch auf der Festplatte installiert ist, auf welche sich die Referenz bezieht. Wenn man auf einer weiteren Festplatte keinen SyMon installiert, dann wird beim Aufrufen dieser Festplatte aus SyMon auf Festplatte (0) einfach die Kontrolle dorthin ins MBR übergeben, wobei gegebenenfalls ein Betriebssystem von einer aktiven Partition gebootet wird. Um eine Referenz festzulegen, benutzt man die Spalte 'D' (Disk) und 'BP' (Bootpartition). Man sollte in die Spalte 'D' die Nummer der Ziel-Festplatte eingeben, und in die Spalte 'BP' gibt man ein die Nummer des BS-Deskriptors auf der Ziel-Festplatte. Sollte beim Booten über eine Referenz ein Fehler entdeckt werden, dann wird SyMon das gewählte BS einfach nicht booten.

SyMon unterstützt bis zu 8 Festplatten. Die Nummer der Ziel-Festplatte gibt man in die Spalte 'D' ein, dabei hat die Nummer '0' eine besondere Bedeutung, sie bezeichnet immer die aktuelle (laufende) Festplatte. Die Nummern für andere Festplatten (1-7) werden ganz normal eingegeben. Diese Regelung kann sehr hilfreich sein, wenn man keine Referenzen für eine zweite Festplatte erzeugen will, sondern einfach in das Menü der zweiten Festplatte wechselt und von dort die installierten Systeme bootet. In diesem Fall wird die zweite Festplatte zur aktuellen (laufenden) und ihre Einstellungen bleiben gültig, selbst wenn man diese zusätzliche Festplatte von einem anderen Rechner genommen hat.

Ab dem Release 3 unterstützt SyMon Plugins (weitere Tools), die seine Funktionalität erweitern. Um ein Plugin zu beschreiben, benutzt man einen besonderen Deskriptor. Das Feld 'D' des Deskriptors sollte ein "+"-Zeichen (Plus) enthalten, das ist die Plugin-Bezeichnung. Plugins befinden sich immer auf der aktuellen Festplatte. Sobald man in das Feld 'D' ein "+"-Zeichen eingibt, erscheint im Passwort-Feld anstelle von (ein/aus) das Wort "PLUG". Nachdem das Plugin korrekt installiert worden ist, kann man in diesem Feld die LEERTASTE drücken, dann erscheint die entsprechende Plugin-Oberfläche. Im Abschnitt "Plugins" kann man mehr darüber lesen.

Der Name des Betriebssystems, der im BS-Deskriptor eingegeben wird, kann spezielle Zeichen enthalten: "_" oder "@". Ein Zeichen, welches an der ersten Position des Deskriptors steht, beeinflusst das Verhalten des SyMon bezüglich diesen Deskriptors, erscheint aber nicht im Hauptmenü.

  • das "_"-Zeichen bedeutet, dass der BS-Name im Hauptmenü nicht erscheinen soll. Mit anderen Worten, dieser Eintrag ist analog einem Kommentar. Man braucht solche unsichtbare Einträge hauptsächlich, um Makros zu bilden, siehe Zeichen "@".
  • das Zeichen "@" bedeutet, dass der BS-Deskriptor ein Makro ist, welches einige Sätze von Partitionen für alle Festplatten definiert. Die Zahlen in den Spalten 0-3 beziehen sich hier nicht auf Partitionen, sondern auf auf die BS-Deskriptoren auf Festplatten 0-3, entsprechend den Festplattennummern. Das ermöglicht eine gleichzeitige MBR-Konfiguration auf allen Festplatten durch eine einfache Wahl eines Menü-Eintrages. Nach der MBR-Konfiguration beginnt SyMon ein Betriebssystem zu booten, dieser Vorgang ist völlig analog einer externen Referenz. Das bedeutet, SyMon bootet den Bootsektor von der Festplatte D und Partition BP, welche in der Partitionen-Tabelle der Festplatte D definiert worden ist (eine von 36 möglichen Partitionen). Dabei wird das Makro-Passwort abgefragt und auch das Passwort des Ziel-Betriebssystems, falls dieses auch angegeben wurde. Man kann beide Passwörter angeben, doch das ist nicht besonders bequem.

Außer BS-Deskriptoren kann man hier auch andere Parameter festlegen:

  • Standard Bootsystem. Hier kann man ein Betriebssystem festlegen, welches nach dem Ablaufen des Timers gebootet wird, indem man hier die Nummer des BS-Deskriptors eingibt. Setzt man hier ein Minus-Zeichen, dann wird das zuletzt gewählte BS gebootet.
  • Standard Auswahl. Hier definiert man die anfängliche Kursorposition beim Hochfahren von SyMon. Manchmal kann es sinnvoll sein, das Standard Bootsystem und die anfängliche Kursorposition unterschiedlich zu machen. Zum Beispiel, man möchte Standardmäßig einen Linux WEB-Server booten, doch manchmal braucht man Windows zum Spielen oder zum Arbeiten mit Office-Anwendungen. In diesem Fall ist es bequem, die anfängliche Kursorposition auf "Windows" zu setzen, so dass Windows beim Drücken der Enter-Taste bootet. "Linux" setzt man dagegen als Standard Bootsystem, so dass Linux automatisch beim Ablauf des Timers bootet.
  • Wartezeit bis zum Booten. Hier kann man die Zeit in Sekunden setzen, nach Ablauf dieser Zeit bootet ein System. Der Wert 0 schaltet den Timer ab. In diesem Fall kann man ein System nur booten, wenn man eine Wahl mit Kursor trifft und die Enter-Taste drückt.
  • Passwort zum Floppy-Booten. Dieses Passwort verhindert einen nicht autorisierten Zugriff auf das Disketten-Laufwerk. In Verbindung mit einer bestimmten Boot-Reihenfolge im BIOS und mit einem Passwort für das BIOS selber kann man den Rechner komplett schützen. Ein Zugriff auf die Festplatte wird in diesem Fall nur möglich, wenn man sie aus dem Rechner herausnimmt.

Folgende Tastenkombinationen sind im SETUP Dialog verfügbar:

  • TAB, Umschalt+TAB - horizontale Bewegung des Kursors durch die BS-Deskriptoren
  • Pfeile (oben und unten) - vertikale Bewegung des Kursors durch den SETUP Dialog
  • Bild oben, Bild unten - die BS-Tabelle durchblättern
  • 0-9, A-Z - die Partitionen-Nummern setzt man in die Spalten '0-3' und 'BP'
  • "-" - setzt man, um einen leeren MBR-Eintrag zu generieren, oder um kein Standard Bootsystem zu definieren
  • Leertaste - um ein Passwort zu setzen / zu entfernen
  • Rücktaste - um die letzte Zahl im Timer zu löschen
  • Umschalt+Pfeil oben, Umschalt+Pfeil unten - um Deskriptoren umzutauschen
  • Umschalt+Entf - um einen Deskriptor zu löschen (mit Nullen füllen)


  • Hauptmenü.

    Das Hauptmenü ist das Mittel, das man täglich braucht. Mit den Pfeiltasten kann man eins von den Betriebssystemen auswählen, die man vorher im Setup Dialog definiert hat. Um ein System zu booten drückt man die Enter-Taste. Zusätzlich bietet SyMon hier folgendes:

    • Booten von A:
    • Booten von einer weiteren Festplatte
    • Computer ausschalten

    In manchen Fällen muss man den Rechner von einer Diskette oder von einer weiteren Festplatte booten, aber so, dass das Betriebssystem genau die MBR-Einträge "sehen" kann, welche für es bestimmt sind. Das Problem dabei ist, dass beim Booten von einer Diskette die MBR-Tabelle immer die Einträge vom zuletzt gebooteten System enthält und nicht die, die man dem System "zeigen" möchte, das gerade installiert wird. Um das Problem zu lösen, hat SyMon eine spezielle Funktion. Bevor man von einem anderen Datenträger bootet, markiert man das System, welches für die Bildung der richtigen MBR-Einträge zuständig ist. Um das zu machen, selektiert man das System mit dem Kursor und drückt die LEERTASTE. Ein Sternchen wird neben dem Namen des Betriebssystems erscheinen. Das bedeutet, dass die zu diesem System gehörende Partitionen-Tabelle ins MBR kopiert wird, sobald man von einer Diskette oder von einer weiteren Festplatte bootet.

    Das Booten von einer zweiten Festplatte hat seine Besonderheiten. Wenn man auf dieser zusätzlichen Festplatte keinen SyMon installiert hat, dann wird beim Aufrufen dieser Festplatte aus SyMon einfach die Kontrolle dorthin ins MBR übergeben. Hat man auf der zusätzlichen Festplatte SyMon installiert, dann wechselt man beim Aufrufen dieser Festplatte lediglich in das SyMon-Menü dieser Festplatte. Das Hauptmenü erscheint wieder, jedoch werden hier die Systeme der zweiten Festplatte zu sehen sein. Außerdem, alle SyMon-Werkzeuge werden hier wieder zur Verfügung stehen, sie werden sich natürlich jetzt auf diese laufende Festplatte beziehen.

    Das Booten von einer zweiten Festplatte ist eine diffizile Sache. Manche weit verbreitete Betriebssysteme beherrschen diese Technik nicht sauber. Deswegen hat SyMon fest integrierte Patches für solche Fälle. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Patches keine Änderungen in die Bootsektoren von BS einbringen, sondern lediglich bestimmte Codes im Arbeitsspeicher nach dem Einlesen von BS-Loader korrigieren. Diese Patches funktionieren nicht, wenn man von einer zweiten Festplatte zu booten versucht, auf welcher kein SyMon installier ist. So kommt es ganz schnell, das ein System von der zweiten Festplatte nicht booten will. Das passiert praktisch mit jedem BS aus dem Hause Microsoft.

    Wenn Ihr Rechner ein Netzteil nach dem ATX-Standart hat, dann können Sie den Rechner direkt aus SyMon ausschalten. Das ist ein Luxus, an den man sich schnell gewöhnt. Leider gibt es keine Möglichkeit festzustellen, ob ein Netzteil nun ATX-konform ist oder nicht, um gegebenenfalls diesen Menüpunkt nicht zu zeigen.

    Letzte BIOS-Versionen zeigen vor dem Booten eines Betriebssystems eine Resourcen-Tabelle. Hier sieht man die Paramenter der entdeckten Hardware. Diese Tabelle schlüpft meistens ganz schnell durch, ohne dem Benutzer eine Möglichkeit zum Angucken zu bieten. SyMon hat ein Mittel, um dieses Problem zu lösen. Drückt man im Hauptmenü die Kombination Alt+F5, dann kann man den Bildschirminhalt so sehen, wie er vor dem Erscheinen der SyMon-Oberfläche war.

    Zusätzliche Informationen über das Hauptmenü kann man im Abschnitt "Beispiele" finden.



    Partitionen Autosuche.

    Partitionen Autosuche ist das ungewöhnlichste Werkzeug von allen, die bereits beschrieben worden sind. Sie hilft, eine beschädigte Partitionenstruktur auf Festplatte wiederherzustellen. Hier müssen wir betonen, dass eine vollständige Reparatur der verlorenen Informationen nicht garantiert wird. Man kann sich eher die Ergebnisse der Autosuche als eine erste Annäherung an die wirklichen Informationen vorstellen, die plötzlich verschwunden sind. Ergebnisse der Autosuche sollte man immer manuell kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren. Solch eine Korrektur ist völlig normal und bereitet gewöhnlich wenig Schwierigkeiten. Ein erfahrener Benutzer benötigt viel weniger Zeit für eine Korrektur der Ergebnisse der Autosuche als für eine manuelle Reparatur einer völlig beschädigten Partitionen Tabelle. So kann die Autosuche sehr hilfreich sein. In einfachsten Fällen braucht man die Ergebnisse der Autosuche gar nicht korrigieren.

    Die meisten Partitionen enthalten ein Dateisystem. Ist es der Fall, dann existiert am Anfang der Partition, oft gleich im ersten Block, ein so genannter Superblock, welcher einige wichtige Informationen über das gesamte Dateisystem enthält. Eine von ihnen ist die Länge des Dateisystems in Blocks. Auf diese Weise kann man alle Parameter einer Paritition wiederherstellen, wenn man den Superblock gefunden hat. Diese Tatsache spielt eine Schlüsselrolle für die Autosuche.

    Partitionen Autosuche ist an sich ein sequenzielles Scannen der kompletten Festplatte, dabei wird nach Superblocks gesucht. SyMon hat eine Datenbank, die Signaturen von populären Superblocks enthält. Wird ein Superblock gefunden, dann berechnet SyMon die Länge der entsprechenden Partition. Nach diesem Vorgang hat SyMon alle benötigten Infos über die Paritition gesammelt: ihr Anfang, Länge und FSC. Der FSC-Code wird nach dem Typ des gefundenen Superblocks bestimmt. Danach wird die gefundene Partition zur Liste der entdeckten Partitionen hinzugefügt und das Scannen wird ab dem ersten Block fortgesetzt, welcher sich gleich nach der gefundenen Partition befindet. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Ende der Festplatte erreicht ist.

    Nachdem das Scannen beendet ist, analysiert SyMon die Liste der gefundenen Partitionen. Dabei werden diejenigen verworfen, die bereits vor dem Scannen bekannt waren. Dann werden die neugefundenen Partitionen zur Liste im Partitionen Editor hinzugefügt.

    Als nächstes ordnet SyMon die neuen Partitionen einem oder mehreren BS-Deskriptoren zu. Für diesen Zweck hat SyMon wiederum eine Datenbank mit kompatiblen Partitionen, hier steht auch, welche Partitionen bootfähig sind. Also nimmt SyMon eine bootfähige Partition aus der Liste und fügt ihr bis zu 3 weitere kompatible Partitionen aus der internen Partitionentabelle hinzu. Zum Beispiel, wenn eine primäre DOS Partition gefunden wird (FSC=#06), dann wird ihr automatisch eine weitere primäre DOS Partition hinzugefügt (falls vorhanden) und auch eine erweiterte DOS Partition (FSC=#05). Auf diese Weise wird ein BS-Deskriptor so viele wie möglich kompatible Partitionen enthalten. Die Namen für die Betriebssysteme werden entsprechend dem Typ des Superblocks der bootfähigen Partition gesetzt. Nachdem alle neuen Systeme registriert sind, wird die Autosuche beendet.

    Aus verschiedenen Gründen kann die Autosuche eventuell folgende Fehler machen:

    • Falscher BS-Name. Das passiert meistens mit den Systemen aus dem Hause Microsoft. Dieser Fehler ist dadurch verursacht, dass fast alle Microsoft-Systeme entweder die FAT- oder die NTFS-Dateisysteme benutzen. Der entsprechende Name des BS, welcher nach der Signatur im Superblock bestimmt wird, kann sehr schnell falsch werden. Besonders passiert es, wenn man immer wieder die Microsoft-Systeme nachinstalliert. :-)
    • Falsche Reihenfolge der zusätzlichen Partitionen. Das kann passieren, wenn die interne Partitionentabelle eine ganze Menge von kompatiblen Partitionen hat, dadurch wird die Anzahl der möglichen Kombinationen sehr hoch.
    • Systeme, die in Wirklichkeit nicht bootfähig sind. Das kann vorkommen, weil es oft schwierig ist zu bestimmen, ob eine Partition bootfähig ist. Zum Beispiel, alle primären FAT-Partitionen sind potenziell bootfähig. Um festzustellen, das eine FAT-Partition nicht bootfähig ist, müsste man nach Systemdateien suchen, und das kann SyMon nicht, da er in die Dateisysteme nicht eingreift.

    Alle diese Probleme kann man manuell mit Hilfe des Setup Dialogs korrigieren. Sollten einige Partitionen falsch gefunden sein, dann kann man sie einfach im Partitionen Editor löschen.

    Einige Dateisysteme, z.B. viele "Inode Dateisysteme" haben mehrere Kopien des Superblocks, welche an verschiedenen Stellen der Partition verteilt sind, zur Sicherheit. Das könnte theoretisch zu fehlerhaften Ergebnissen bei der Partitionen Autosuche führen. Doch SyMon überspringt automatisch alle Kopien eines Superblocks, weil er gleich die Länge der Partition nach dem ersten gefundenen Superblock berechnet.

    Um die Zuverlässigkeit der Autosuche zu erhöhen, sucht SyMon nach dem Anfang einer Partition nur im ersten Block eines Zylinders sowie im ersten Block der Track 1. Das macht das Scannen schneller und hilft, alle Kopien des ersten Superblocks zu überspringen. Standardmäßig werden alle Partitionen nach der Zylindergrenze ausgerichtet (so macht das z.B. Fdisk), also werden Partitionen nach dieser Methode zuverlässig gefunden.

    Sollte die Signatur einer Partition nicht in der SyMon's Datenbank vorhanden sein, dann wird diese Partition auch nicht gefunden. Sollte diese Partition jedoch zwischen zwei bekannten Partitionen liegen, dann wird es dem Benutzer leicht fallen, die Grenzen der "unbekannten" Partition zu bestimmen. Den FSC kann man danach manuell ergänzen. Als Beispiel wollen wir eine Linux Swap Partition nehmen. Das ist eine Partition ohne Formatierung und ohne Superblock. Die Autosuche findet sie nicht. Man kann sie aber leicht als ein "Loch" in der Partitionen Übersicht entdecken. So legt man manuell in diesem "Loch" eine neue Partition an und ergänzt den FSC: für Linux Swap lautet er #82. So wird eine manuelle Korrektur minimal, wenn auch eine vollständige Registrierung unmöglich sein sollte.

    Zum Abschluss sollte man noch sagen, das die Autosuche kein Werkzeug für den täglichen Gebrauch ist. Sie kann sich aber als sehr hilfreich erweisen, wenn man die Partitioneninfo plötzlich verloren hat und keine Backups vorhanden sind.



    Beispiele.

    BEISPIEL 1. Klassische Vorgehensweise beim Installieren eines neuen BS.

    Angenommen, man hat einen freien Bereich auf Festplatte, in den man ein neues BS installieren will. Dann braucht man folgende Schritte zu machen, um es zu installieren:

    • Mit Hilfe der Partitionen Übersicht legt man eine oder mehrere neue Partitionen an.
    • Zurück im Partitionen Editor, gibt man den richtigen FSC-Wert für diese Partitionen ein. Einige weit verbreitete FSC-Codes findet man im Appendix A.
    • Als nächstes öffnet man den SETUP Dialog und erzeugt einen neuen BS-Deskriptor, dabei gibt man in die Spalten '0-3' die Nummern der Partitionen ein, die man vorher im Partitionen Editor angelegt hat. In der Spalte 'AP' legt man die aktive Partition fest, dann erscheint im Feld 'BP' die Nummer der Partition, die gebootet wird.
    • Jetzt erscheint im Hauptmenü der Name diesen neuen BS. Man braucht es nur noch installieren. Um das zu tun, kompiliert man das entsprechende MBR, indem man den Kursor auf den Namen des neuen Betriebssystems stellt und LEERTASTE drückt. Neben dem Namen erscheint dann ein Sternchen. Danach wählt man den Punkt "Booten von A:". Eine Diskette muss dabei nicht ins Laufwerk eingesteckt werden. Trotzdem kompiliert SyMon in diesem Augenblick das MBR, das dem mit Sternchen markierten System entspricht. Das Booten von Diskette wird dann einfach abgebrochen. Jetzt kann man die Tastenkombination Strg-Alt-Entf drücken und ggf. beim Hochfahren der Maschine im BIOS Setup die nötige Bootreihenfolge festlegen.
    • Weiter bootet man den Rechner von einer Installations-CD oder von einer Installationsdiskette, das ist abhängig vom System, das man installieren möchte. In manchen Fällen muss man die frisch angelegte Partition vorher formatieren.

    Ab dem Release 3 unterstützt Symon Plugins, so dass man direkt aus Symon von einer CD-ROM booten kann, indem man den entsprechenden Menü-Punkt wählt. In diesem Fall fährt man genauso fort, wie beim Booten von einer Diskette: man markiert das zu installierende System mit einem Sternchen (LEERTASTE drücken) und wählt dann das Booten von CD über das Plugin.


    BEISPIEL 2. Änderung der Reihenfolge der logischen Laufwerke unter DOS.

    Beim Hochfahren scannt DOS die Partitionentabelle des MBR und bindet alle FAT-Dateisysteme ein, diese können sich in primären oder erweiterten Partitionen befinden. Diese logischen Laufwerke, wie die Dateisysteme weiterhin bezeichnet werden, werden in der Reihenfolge eingebunden, wie sie sich im MBR befinden. Ändert man die Reihenfolge der Partitionen im Setup Dialog, so ändert man dementsprechend die Reihenfolge der logischen Laufwerke. Was die erweiterten Partitionen betrifft, so ist dort die Reihenfolge der logischen Laufwerke leider fest und kann nicht geändert werden.

    Angenommen, man hat 3 primäre FAT16 DOS Partitionen mit FSC=#06. Diese haben in der internen Partitionentabelle die Nummern 0, 1, 2. Nehmen wir weiter an, der Deskriptor des BS hat bereits folgende Form im Setup Dialog:

         Name des Systems  0  1  2  3  AP BP D   Passw.
      0  MS DOS            0  1  2  -  0  0  0     aus
         ----------------> C: D: E: <-- ursprüngliche Reihenfolge
                                        der Laufwerke
    

    Jetzt stellen wir uns vor, dass man das Laufwerk D: bootfähig machen möchte, dabei wird es als C: umbenannt. Die Laufwerke C: und E: werden dann entsprechend E: und D:. Also will man am Endeffekt, dass sich die Bezeichnungen der Laufwerke zyklisch verschieben, eins nach links. Um dies zu tun sollte man den BS-Deskriptor wie folgt ändern:

         Name des Systems  0  1  2  3  AP BP D   Passw.
      0  MS DOS            1  2  0  -  0  0  0     aus
         ----------------> C: D: E: <-- Neue Reihenfolge der Laufwerke
                           D: E: C: <-- alte Bezeichnungen der Laufwerke
    

    Leider erlaubt der eigenartige DOS-Algorithmus nicht, das System vom logischen Laufwerk D: zu booten. Deswegen muss das zu bootende Laufwerk als C: bezeichnet werden, d.h. es muss sich immer in der Spalte '0' des Deskriptors befinden. Infolgedessen ist man etwas eingeschränkt, was die Änderung der Reihenfolge angeht.


    BEISPIEL 3. Anlegen einer Referenz für ein System auf der zweiten Festplatte.

    Angenommen, man hat zwei Festplatten und auf der zweiten Festplatte ist ein bootfähiges System installiert. Wenn die zweite Festplatte stationär eingebaut ist, dann ist es sinnvoll, eine Referenz auf das System der zweiten Festplatte zu erzeugen, die man aus dem SyMon-Menü der ersten Festplatte aufrufen kann. Voraussetzung dafür ist, dass SyMon auch auf der zweiten Festplatte installiert ist, auf welche sich die Referenz bezieht. So eine Referenz vereinfacht die Auswahl des Systems, weil ja alle Systeme in einem einzigen Menü dargestellt werden. Angenommen, man hat folgende Einstellungen auf der zweiten Festplatte:

         Name des Systems  0  1  2  3  AP BP D   Passw.
         .............................................. irgendein System
      3  Linux             2  3  1  -  0  2  0    ein
         .............................................. irgendein System
    

    Demzufolge, auf der zweiten Festplatte gibt es eine Linux Installation, die sich selbst (Partition 2), eine Swap Partition (Partition 3) und, sagen wir, eine FAT-Partition zum Datenaustausch mit DOS (Partition 1) "sieht". Dann sollte man ein Einstellungen für die erste Festplatte wie folgt setzen:

         Name des Systems  0  1  2  3  AP BP D   Passw.
         .............................................. irgendein System
      5  Linux von hd1     a  b  c  d  0  3  1     aus
         .............................................. irgendein System
    

    Wenn wir diese Eintragung lesen, sehen wir folgendes: der fünfte BS-Deskriptor der Festplatte '0' (erste Festplatte) hat eine Referenz zur Festplatte '1' (zweite Festplatte). Wenn man Linux von der zweiten Festplatte bootet, dan wird die MBR-Partitionentabelle der ersten Festplatte so kompiliert, dass dorthin die Partitionen 'a', 'b', 'c' und 'd' aus der internen Partitionenliste eingetragen werden. Partition 'a' wird dabei als aktive markiert. Der Bootsektor wird von der Festplatte '1' geladen (D=1). Das zu bootende System ist durch den dritten Deskriptor beschrieben (BP=3), welcher sich auf der zweiten Festplatte befindet. Weil dieser Deskriptor durch einen Passwort geschützt ist, wird der Benutzer nach dem Passwort gefragt, wenn er versucht, Linux zu booten. Das Passwort für die Referenz selber (Deskriptor Nr. 5) ist nicht gesetzt.

    Wenn man all diese Parameter eingegeben hat, sieht man den Menü-Punkt "Linux von hd1" im Hauptmenü, welcher das Booten von der zweiten Festplatte bewirkt.


    BEISPIEL 4. Booten von der ersten Festplatte unter Einbeziehung einer bestimmten Konfiguration auf der zweiten Festplatte.

    Weil ja SyMon bis zu 36 Partitionen ermöglicht, ist der Inhalt des MBR vom System zu System unterschiedlich. Man muss für jedes System sein eigenes MBR kompilieren. Hat man eine einzige Festplatte, dann geschieht das automatisch beim starten eines BS, doch bei mehreren Festplatten werden ggf. einige zusätzliche Aktionen verlangt, um zu garantieren, dass man den richtigen Satz von Partitionen auf den Festplatten zwei bis vier hat. Angenommen, man hat zwei Systeme auf der zweiten Festplatte:

         Name des Systems  0  1  2  3  AP BP D   Passw.
      0  MS DOS            0  1  -  -  0  0  0     aus
      1  Linux             2  3  -  -  0  2  0     aus
    

    Man kann hier sehen, dass die Partitionen der beiden BS absolut unterschiedlich sind. Wenn man Linux von der ersten Festplatte booten und ihm dabei auch die Linux Partitionen von der zweiten Festplatte zeigen möchte, dann muss man einen bestimmten MBR-Inhalt auf der zweiten Festplatte garantieren. Um dies zu erreichen, muss man folgendes tun:

    • Man wählt "Booten von HD1" im Hauptmenü, um zum Hauptmenü der zweiten Festplatte zu wechseln. Jetzt sieht man das Menü mit MS DOS und Linux.
    • Man bewegt den Kursor zum Menü-Punkt "Linux" und drückt die LEERTASTE. Jetzt erscheint ein Sternchen neben dem "Linux".
    • Man wählt "Booten von HD0". In diesem Augenblick wird das MBR der zweiten Festplatte entsprechend dem "Linux"-Deskriptor kompiliert, das Hauptmenü der ersten Festplatte erscheint wieder.
    • Jetzt bootet man Linux aus dem Hauptmenü der ersten Festplatte.


    BEISPIEL 5. Booten eines BS mit MBR-Kompilierung auf allen Festplatten.

    Wenn man mehrere Betriebssysteme hat und ihre Partitionen sich auf mehreren Festplatten befinden, dann hat man das Problem, dass man beim Booten eines Systems alle MBR-Einträge auf mehreren Festplatten gleichzeitig kompilieren muss, falls diese Betriebssysteme unterschiedliche Partitionen benutzen. Man könnte natürlich die SyMon-Menüs der Festplatten nacheinander aufrufen und entsprechende MBR-Einträge mit Standartmitteln kompilieren, doch würde diese Prozedur sehr schnell lästig werden.

    Für solche Fälle sind in SyMon spezielle Makros vorgesehen. Makros erlauben, MBR-Einträge auf bis zu 4 Festplatten automatisch zu kompilieren, falls solche vorhanden sind.

    Also angenommen, man hat zwei Festplatten, dabei existieren auf jeder Festplatte sowohl FAT- als auch Linux-Partitionen. Auf der Festplatte hd0 sind 2 bootfähige Betriebssysteme installiert, Windows 98 und Linux, und man möchte, dass Windows 98 beim Booten auch die FAT-Partitionen von der zweiten Festplatte zur Verfügung stehen, Linux dagegen soll beim Booten seine Linux-Partitionen von hd1 bekommen.

    Dann sollte man auf der Festplatte hd0 die Einstellungen wie folgt setzen:

         Partitionen Editor:
        0  ....................   Linux
        1  ....................   Linux Swap
        2  ....................   FAT16
        3  ....................   Extended
    
           SETUP:
          Name des Systems  0  1  2  3  AP  BP D   Passw.
        0  _Linux           0  1  -  -  0   0  0    aus
        1  _Windows         2  3  -  -  0   2  0    aus
        2  @Linux           0  0  -  -  0   0  0    aus
        3  @Windows         1  3  -  -  0   1  0    aus
    

    Auf der Festplatte hd1 sollte man die Einstellungen wie folgt setzen:

         Partitionen Editor:
           ....................
        4  ....................   Linux
        5  ....................   FAT16
        6  ....................   Extended
    
           SETUP:
           Name des Systems 0  1  2  3  AP  BP D   Passw.
        0  _Linux           4  -  -  -  0   0  0    aus
            ....................................
        3  _Windows         5  6  -  -  0   0  0    aus
    

    Das bedeutet, man erzeugt auf der zweiten Festplatte BS-Deskriptoren, deren Namen an erster Position einen Underline '_' haben. Das bewirkt, dass die BS-Namen im Hauptmenü der zweiten Festplatte nicht erscheinen. Sie dienen nur dazu, die MBR-Inhalte für verschiedene Fälle zu beschreiben. Im Setup-Dialog der Festplatte hd0 sieht man 2 Makros-Einträge, die ein voranstehendes '@'-Zeichen haben. Gerade diese Makros rufen entsprechende MBR-Kombinationen für jede Festplatte auf, die durch verdeckte BS-Deskriptoren vordefiniert sind. So wird beim Auswählen des Makro-Eintrages @Linux der verdeckte BS-Deskriptor Nr. 0 für die Festplatte hd0 genommen, und für die Festplatte hd1 der BS-Deskriptor Nr. 0 der Festplatte hd1. Die Lage des Bootsektors folgt aus der Spalte 'D' und aus dem Feld 'BP' der Makro-Beschreibung. Sollte der Makro-Eintrag @Windows gewählt werden, dann wird das MBR der Festplatte hd0 entsprechend dem BS-Deskriptor Nr. 1 gebildet, und MBR der Festplatte hd1 entsprechend dem BS-Deskriptor Nr. 3. Das '@'-Zeichen wird im Hauptmenü ausgeblendet.



    Plugins.

    Wenn SyMon sich auf der Track 0 der Festplatte befindet, kann seine Größe von ca. 30Kb nicht weiter steigen. In Zukunft wird das eine Erweiterung seiner Funktionalität unmöglich machen. Diese Einschränkung verhindert es, einige nützliche Tools in SyMon einzubauen. Solche Tools könnten z.B. helfen, alte Konfigurationen zu benutzen, die von anderen Bootmanagern übrig geblieben sind, oder z.B. logische Laufwerke in erweiterten Partitionen zu erzeugen oder zu formatieren. Ohne solche Zusatztools ist SyMon zwar ein sehr effektives Mittel beim Neuanlegen von Partitionen auf einer neuen Festplatte, doch mit dem "Erbe" anderer Bootmanager tut er sich manchmal schwer. Doch auch hier gibt es eine Lösung, man kann die Funktionalität von SyMon durch Plugins erweitern, was seine starken Seiten noch mal hervorhebt.

    Die dritte SyMon-Generation unterstützt Plugins, oder Zusatztools. SyMon stellt den Plugins seine Kernel-Aufrufe zur Verfügung, solche wie die dynamisch verlinkte Bibliothek, so dass Plugins viele Standartfunktionen benutzen können, z.B. Zahlen- und Zeilenkonvertierungen, Platten I/O und Zeichnungsfunktionen.

    Ein Plugin sollte im SETUP Dialog mit Hilfe eines BS-Deskriptors beschrieben werden. Solch ein BS-Deskriptor wird von SyMon auf eine besondere Weise behandelt. Plugins sind dadurch definiert, dass der Festplatten-Parameter "D" als "+" (Plus) gesetzt wird, das bedeutet, der Deskriptor gehört einem Zusatztool. Weil alle Plugins sich immer auf der laufenden Festplatte befinden, benötigt man das Feld "D" nicht für andere Zwecke.

    Außer der Plugin-Identifikation enthält der Plugin-Deskriptor eine Info über die Lage des Plugins. SyMon unterstützt zwei Wege, ein Plugin zu platzieren:
    (a) als eine Datei im Wurzel-Verzeichnis einer FAT12-, FAT16-, FAT32- oder NTFS-Partition
    (b) in einer speziellen SyMon-Partition für Plugins (vor dem Release R3.17)
    Als nächstes muss man in das Feld "Name des Systems" den Namen des Plugins eingeben (mit Erweiterung), und in das Feld "BP" gibt man die Nummer der Partition ein, auf welcher sich das Plugin befindet. Alle anderen Spalten, welche die Cyan-Farbe (Standartpalette) haben, können nach ihrem Primärzweck genutzt werden.

    Jedes Plugin hat einen Header, welcher bis zu 15 Punkte des Zusatztools enthalten kann. Jeder dieser Punkte wird entweder im SyMon-Hauptmenü oder in einer extra Liste angezeigt, je nach Definition des Entwicklers. So kann ein Plugin die Rolle eines Erweiterungswerkzeuges spielen oder auch die Rolle eines komplexen Makro, welches Betriebssysteme auf nicht-standarte Weise bootet. So können prinzipiell mehrere Betriebssysteme von einem logischen Laufwerk gebootet werden.

    Die Vorgehensweise bei Installation eines Plugins in eine FAT12-, FAT16-, FAT32- oder NTFS-Partition ist sehr einfach. Man kopiert einfach das Plugin in das Wurzel-Verzeichnis und erzeugt einen Plugin-Deskriptor im SETUP Dialog (F2). Dieser Plugin-Deskriptor ist nicht komplexer als ein gewöhnlicher BS-Deskriptor. Anstelle vom Systemnamen gibt man den Namen des Plugins ein, zusammen mit der Erweiterung. Dann setzt man in das Feld "BP" die Nummer der Partition, auf welcher sich das Plugin befindet. Das Feld "D" sollte ein "+"-Zeichen enthalten. Dadurch wird der Deskriptor von SyMon als Plugin erkannt und so wird er im Hauptmenü ausgeblendet. Inhalte anderer Felder können unterschiedlich sein und evtl. das Plugin beeinfüssen, je nach seinem Entwicklungszweck.

    Man braucht keine große Partition, um Plugins aufzubewahren. Wenn man sonst keine FAT- oder NTFS-Partitionen hat, dann reicht ein einziger Zylinder für diesen Zweck. Die Kapazität eines Zylinders beträgt ca. 63*255*512=~8MB auf einer modernen Festplatte. Das ist ausreichend für mehr als 130 Plugins. Die Partition sollte z.B. den FSC=0x06 (FAT16) haben und sie sollte nach dem Anlegen formatiert werden.

    SyMon scannt nach Plugins jedes Mal, wenn eine Änderung der Parameter im SETUP Dialog vorgenommen wird, so kann man Plugins auf der Stelle zu- oder abschalten, oder ggf. eins nach dem anderen mit nur einem Plugin-Deskriptor benutzen.

    Plugin-Einstellungen kann man direkt aus SyMon vornehmen. Jedes Plugin besteht aus bis zu 15 Deskriptoren, die einem BS-Deskriptor sehr ähnlich sind. Man bekommt den Zugang zu den Deskriptoren nur dann, wenn der Plugin-Deskriptor richtig beschrieben ist. Das Feld "Passw." des Plugin-Deskriptors enthält das Wort "PLUG". Das Passwort des Deskriptors selber wird nie geprüft, doch die Deskriptoren innerhalb des Plugins können eigene Passwörter haben. Wenn man den Kursor zum Feld "aus/ein" bewegt und die LEERTASTE drückt, dann wird der Plugin-Editor geöffnet, wo man verschiedene Einstellungen am Plugin vornehmen kann.

    Plugins können sowohl in Assembler- als auch in C-Programmiersprache entwickelt werden. Die Entwicklung ist offen für jeden, wer daran Interesse hat.



    Standard Plugin.

    SyMon R3 ist mit dem Standard Plugin (STDPLUG.PLG) ausgestattet. Dieser besteht aus dem Features-Editor, dem Farben-Editor und dem Time-Table-Editor, welche die Funktionalität von SyMon erheblich erweitern. Da der Farben-Editor eigentlich selbsterklärend ist, wollen wir mehr Aufmerksamkeit den anderen Funktionen schenken.

    Der Features-Editor ermöglicht ein Fine-Tuning von SyMon, indem hier eine Reihe von Einstellungen (Flags) gesetzt oder entfernt wird. Diese Einstellungen beeinflussen das Verhalten von SyMon in bestimmten Situationen. Folgende Flags kann man hier setzen:

    • Never offer booting from floppy. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im Hauptmenü der Punkt "Booten von A:" ausgeblendet, damit ein potentieller Angreifer nicht mal die Möglichkeit bekommt, das Disketten-Passwort zu knacken.
    • Never offer changing hard drive. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im Hauptmenü der Punkt "Booten von HD1" ausgeblendet, falls das jemand brauchen sollte.
    • Never offer boot using device plugins. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im Hauptmenü der Punkt "Booten von CD-ROM" ausgeblendet, welcher normalerweise nach der Installation vom CDDRV.PLG-Plugin erscheint.
    • Never offer turning power off. Ist dieser Flag gesetzt, dann wird im Hauptmenü der Punkt "Computer ausschalten" ausgeblendet. Das kann sinnvoll sein, falls Ihr BIOS diese Funktion nicht unterstützt und Sie den Menüpunkt loswerden möchten.
    • Start default OS invisibly to user. Legen Sie einen großen Wert auf Geheimhaltung, dann wird Ihnen dieser Flag ganz besonders gefallen. Ist er gesetzt, dann bootet SyMon das Standard Bootsystem (siehe Setup Dialog) ohne seine Oberfläche zu zeigen. Für Uneingeweihte wird es so aussehen, dass auf dem Rechner ein einziges System installiert ist, die Kompilierung des MBR für dieses System wird im Hintergrund ablaufen. Man muss hier natürlich beachten, dass SyMon in diesem Fall nach einem Passwort nicht fragen kann, also wird dieses ggf. auch nicht geprüft. Will man ein anderes System booten, dann aktiviert man erst die SyMon-Oberfläche, indem man beim Hochfahren des PCs eine vorher definierte Taste [LStrg oder andere] drückt. Ist jedoch das Standard Bootsystem nicht vorhanden oder kommt es beim Booten zu anderen Störungen, dann erscheint die SyMon-Oberfläche wie gewöhnlich.
    • Never hide FAT partitions on drive C. Ist dieser Flag gesetzt, dann werden auf der ersten Festplatte (hd0) die FAT-Partitionen nicht automatisch verdeckt. Hier muss man sagen, dass diese automatische Verdeckung von FAT-Partitionen auf hd0 normalerweise sehr hilfreich ist, wenn man Microsoft Systeme von der zweiten Festplatte (hd1) booten will. In diesem Fall muss man garantieren, dass die Bootpartition auf hd1 den Laufwerksbuchstaben C: bekommt, und das ist nur möglich, wenn das System keine primären FAT-Partitionen auf hd0 entdeckt. Man kann natürlich die FAT-Partitionen auch manuell verdecken, indem man im Setup Dialog entsprechende Parameter eingibt, doch die meisten Benutzer versuchen ein System von hd1 zu booten, noch bevor sie diese Zeilen lesen. Also macht ihnen SyMon in dieser Situation das Leben leichter.
      Wird diese automatische Verdeckung aber nicht erwünscht (ein System bootet problemlos von hd1 und braucht FAT-Partitionen von hd0), dann kann man hier diese Funktion abschalten.
    • Never limit cylinders in partition editor. Diesen Flag braucht man, wenn ein Teil der Festplatte von BIOS nicht erkannt wird, z.B. geht es hier um Bereiche hinter der 8Gb- oder 137Gb-Grenze. Normalerweise ist es unmöglich, in diesen nicht erkannten Bereichen mit Hilfe von SyMon Partitionen anzulegen, weil ja SyMon die gesamten Festplatten-Infos von BIOS bekommt und die Anzahl von Zylindern entsprechend begrenzt. Setzt man aber hier den Flag, dann wird es möglich sein, bis zu 65536 Zylindern zu adressieren. In diesem Fall muss man jedoch die richtige Festplattengröße von Hand berechnen, um nicht in die Bereiche außerhalb der Festplattenadressierung zu kommen.
    • Use hot keys in main menu. Diese Option bewirkt, dass im Hauptmenü neben dem Namen eines BS die Nummer seines Deskriptors eingeblendet wird (Symbole 0-9, A-J). Drückt man die entsprechende Taste, dann wird das Betriebssystem sofort gebootet, ohne dass man den Kursor bewegen muss.

    Mit Hilfe des Time-Table-Editors kann man bestimmen, welches BS booten wird, nachdem der Timer abgelaufen ist. Normalerweise wird das Standard Bootsystem im Setup Dialog definiert. Dieses System wird gebootet, wenn der Benutzer innerhalb einer bestimmten Zeit keine Auswahl trifft. Doch mit Hilfe des Time-Table-Editors kann man das zu bootende System abhängig von der Tageszeit machen. So kann man je nach Tageszeit verschiedene Systeme definieren, die by default gestartet werden.

    Zeitangabe kann man in 10-Minuten Intervallen machen. Hier ein Beispiel:

                               Zeitintervall
        Name des Systems    | Anfang |  Ende  |
        ______________________________________
        Windows 98          | 08:00  | 20:00  |
        Linux               | 20:00  | 08:00  |
        DOS                 | 12:00  | 13:00  |
    

    In diesem Beispiel sind 3 Systeme definiert, die by default booten sollten. Windows 98 sollte von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends booten. Linux soll von 8 Uhr abends bis 8 Uhr morgens booten. DOS bootet von 12 bis 13 Uhr. Beachten Sie, dass sich die Zeitinvervale von Windows 98 und DOS überlappen. SyMon erlaubt solche Überlappungen. In diesem Fall wird das System gebootet, dessen Zeitinverval kürzer ist. Hier ist es so zu verstehen: von 8 bis 20 Uhr soll Windows 98 gebootet werden, mit Ausnahme des Intervalls von 12 bis 13 Uhr, wo DOS bootet.


    Appendix A. Codes von Dateisystemen.

     FSC    Name des Dateisystems
    
     #00    leer
     #01    DOS 12-bit FAT
     #02    XENIX root file system
     #03    XENIX /usr file system (obsolete)
     #04    DOS 16-bit FAT (up to 32M)
     #05    DOS 3.3+ extended partition                        | EXTENDED   |
     #06    DOS 3.31+ Large File System (16-bit FAT, over 32M) | FAT16      |
     #07    OS/2 HPFS                                          | NTFS, NPFS |
     #08    AIX bootable partition, SplitDrive
     #09    AIX data partition
     #0A    OS/2 Boot Manager
     #0B    Windows95 with 32-bit FAT                          | FAT32      |
     #0C    Windows95 with 32-bit FAT (INT 13 extensions)      | FAT32x     |
     #0E    LBA FAT16 (INT 13 extensions)                      | FAT16x     |
     #0F    LBA EXTENDED (INT 13 extensions)                   | EXTENDEDx  |
     #11    OS/2 Boot Manager hidden 12-bit FAT partition
     #14    OS/2 Boot Manager hidden sub-32M 16-bit FAT partition
     #16    OS/2 Boot Manager hidden over-32M 16-bit FAT partition
     #17    OS/2 Boot Manager hidden HPFS partition
     #17    hidden NTFS partition
     #18    AST special Windows swap file ("Zero-Volt Suspend" partition)
     #19    Willowtech Photon coS
     #1B    hidden Windows95 FAT32 partition
     #1C    hidden Windows95 FAT32 partition (INT 13 extensions)
     #1E    hidden LBA VFAT partition
     #24    NEC MS-DOS 3.x
     #38    Theos
     #3C    PowerQuest PartitionMagic recovery partition
     #40    VENIX 80286
     #41    Personal RISC Boot
     #42    SFS (Secure File System) by Peter Gutmann
     #4D    QNX                                                | QNX        |
     #4E    QNY                                                | QNX        |
     #4F    QNZ                                                | QNX        |
     #50    OnTrack Disk Manager, read-only partition
     #51    OnTrack Disk Manager, read/write partition
     #51    NOVEL
     #52    CP/M
     #52    Microport System V/386
     #53    OnTrack Disk Manager, write-only partition???
     #54    OnTrack Disk Manager (DDO)
     #56    GoldenBow VFeature
     #61    SpeedStor
     #63    Unix SysV/386 SCO, 386/ix
     #63    Mach, MtXinu BSD 4.3 on Mach
     #63    GNU HURD
     #64    Novell NetWare 286
     #65    Novell NetWare (3.11)
     #67    Novell
     #68    Novell
     #69    Novell
     #70    DiskSecure Multi-Boot
     #75    PC/IX
     #7E    F.I.X.
     #80    Minix v1.1 - 1.4a
     #81    Minix v1.4b+
     #81    Linux
     #81    Mitac Advanced Disk Manager
     #82    Linux Swap partition                               | Linux SWAP |
     #82    Prime
     #83    Linux native file system (ext2fs/xiafs)            | Linux      |
     #84    OS/2-renumbered type 04h partition (related to hiding DOS C:)
     #86    FAT16 volume/stripe set (Windows NT)
     #87    HPFS Fault-Tolerant mirrored partition
     #87    NTFS volume/stripe set
     #93    Amoeba file system
     #94    Amoeba bad block table
     #A0    Phoenix NoteBIOS Power Management "Save-to-Disk" partition
     #A5    FreeBSD, BSD/386                                   | FreeBSD    |
     #A6    OpenBSD                                            | OpenBSD    |
     #A9    NetBSD (http://www.netbsd.org/)
     #B7    BSDI file system (secondarily swap)
     #B8    BSDI swap partition (secondarily file system)
     #C1    DR DOS 6.0 LOGIN.EXE-secured 12-bit FAT partition
     #C4    DR DOS 6.0 LOGIN.EXE-secured 16-bit FAT partition
     #C6    DR DOS 6.0 LOGIN.EXE-secured Huge partition
     #C6    corrupted FAT16 volume/stripe set (Windows NT)
     #C7    Syrinx Boot
     #C7    corrupted NTFS volume/stripe set
     #D8    CP/M-86
     #DB    CP/M, Concurrent CP/M, Concurrent DOS
     #DB    CTOS (Convergent Technologies OS)
     #E1    SpeedStor 12-bit FAT extended partition
     #E3    DOS read-only
     #E3    Storage Dimensions
     #E4    SpeedStor 16-bit FAT extended partition
     #E5    SyMon Plugins partition
     #F1    Storage Dimensions
     #F2    DOS 3.3+ secondary partition
     #F4    SpeedStor
     #F4    Storage Dimensions
     #FE    LANstep
     #FE    IBM PS/2 IML
     #FF    Xenix bad block table
    
    
    ROS Research Labs, © 2017
    Designed by Hoodwin
      Orphus System Tippfehler im Text entdeckt?
    Unsaubere Stelle mit der Maus markieren
    und "Strg + Enter" drücken!
    TopList